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03 Mai, 2020
07/02/2020
Tough Calls
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Tough Calls - 14. Spieltag

MIES (Schweiz) - Jede Woche analysieren die Experten alle Partien. Um die Schiedsrichterentscheidungen verständlicher und transparenter für unsere Fans zu machen, veröffentlichen wir einige dieser "Tough Calls", zusammen mit einer detaillierten Erklärung.

Hier sind unsere "Tough Calls" der Woche:

Tough Call 1: Telenet Giants Antwerp v Hapoel Bank Yahav Jerusalem – Block und UF

Team Gelb ist im Schnellangriff und Gelb 5 setzt einen Block an Rot 69. Die Schiedsrichter sehen kein Foul. Dann hält Rot 14 Gelb 55 fest und der Schiedsrichter pfeift. Das IRS wird genutzt um zu ermitteln, ob das Foul unsportlich war und entscheiden darauf. 

Zwei Situationen haben stattgefunden.

1. Der Block von Gelb 5 an Rot 69.  

Artikel 33.7 besagt: Ein unerlaubter Block ist dann zu pfeifen, wenn der Blocksteller dem Gegner nicht genug Zeit und Platz gibt, um diesem auszuweichen.  

Resultat 1: Inkorrekte Entscheidung der Schiedsrichter. Gelb 5 stellte einen unerlaubten Block an Rot 69. Es hätte auf Offensiv-Foul und Ballbesitz Team Rot entschieden werden müssen.

Die zweite Aktion ist das Foul von Rot 14. 

Artikel 46.12 besagt: Der Haupt-Schiedsrichter ist autorisiert, das IRS zu nutzen, um die Schwere eines Fouls zu ermitteln und anhand der Kriterien ggf. hoch- oder herab zu stufen.  

Artikel 37.1.1 besagt: Ein unsportliches Foul ist dann zu pfeifen, wenn nach dem Ermessen der Schiedsrichter kein legitimer Versuch vorliegt, in der Aktion den Ball zu spielen und/oder die Aktion nicht dem Geist des Spiels entspricht. 

Resultat 2: Korrekte Entscheidung der Schiedsrichter. Der Kontakt von Rot 14 an Gelb 55 erfüllt die Kriterien einen unsportlichen Fouls. Gelb 55 erhält zwei Freiwürfe und Ballbesitz mit 14 Sekunden auf der Wurfuhr.  

 

Tough Call 2: Gaziantep v Mornar Bar – Goaltending

In den letzten 2 Minuten des vierten Viertels erobert Team Blau den Ball und startet den Schnellangriff. Blau 11 versucht den Korbleger während Weiß 41 von hinten versucht, den Wurf zu blocken. Der Schiedsrichter entscheidet auf Goaltending.

Artikel 46.12 besagt: Der Haupt-Schiedsrichter ist autorisiert, das IRS zu nutzen, wenn die Spieluhr 2:00 Minuten oder weniger im vierten Viertel anzeigt, sowie in allen Verlängerungen, um zu ermitteln, ob Goaltending vorliegt. 

Der Schiedsrichter entscheidet nach Prüfung auf legalen Block und Ballbesitz Team Weiß auf Basis des Wechsel des Ballbesitzes.  

Artikel 31.2.1 besagt: Goaltending findet statt, wenn ein Gegenspieler den Ball während eines Wurfversuchs berührt, während dieser komplett über Ringniveau ist und:  

  • sich im Sinkflug befindet
  • nachdem er das Brett berührt hat

Resultat: Korrekte Entscheidung der Schiedsrichter. Im IRS sahen die Schiedsrichter, dass der Ball nicht komplett über dem Ring war und somit geblockt werden darf.  

Artikel 12.3 besagt: Auf Sprungball wird dann entschieden, wenn der Ball ruht und kein Team Ballkontrolle hat bzw. bekommen soll.  

Als Schiedsrichter pfiff war kein Team in Ballbesitz. Anhand dessen wird der Pfeil gedreht und das andere Team erhält Ballbesitz.  

 

Tough Call 3: San Pablo Burgos v Rasta Vechta - Screening

Kurz vor dem Ende des dritten Viertels versucht Schwarz 7 einen Dreier. Währenddessen kreiert Schwarz 21 Kontakt mit Lila 12 und die Schiedsrichter pfeifen ein Offensiv-Foul.

Resultat: Korrekte Entscheidung der Schiedsrichter. Schwarz 21 schubste den Gegner, bevor der Ball die Hand verließ. Ballbesitz: Team Lila. 

Artikel 41.2.2 besagt: Wenn ein Foul von einem Spieler des angreifenden Teams geschieht, oder das Team Ballbesitz bekommt, dann erhält das gegnerische Team Ballbesitz via Einwurf. 

Die Wurfuhr wird in dieser Situation ausgestellt, da weniger als 14 Sekunden im Viertel zu spielen sind. 

 

Tough Call 4: SIG Strasbourg v Türk Telekom - IRS

Kurz vor dem Ende des Spiels entscheidet der Schiedsrichter auf Foul von Schwarz  7 an Weiß 10, der sich in der Wurfbewegung befindet. Fast zeitgleich ertönt die Schlusssirene. 

Artikel 46.12 besagt: Der Haupt-Schiedsrichter ist autorisiert, das IRS zu nutzen, wenn die Spieluhr 2:00 Minuten oder weniger im vierten Viertel anzeigt, sowie in allen Verlängerungen, um zu ermitteln, ob Foul gespielt wurde und wieviel Zeit auf der Uhr war und noch sein sollte. 

Resultat: Korrekte Entscheidung der Schiedsrichter. Das Foul geschah vor Ablauf der Spielzeit (0.9 Sekunden). Weiß 10 erhält zwei Freiwürfe. 

 

Tough Call 5: UNET Holon v Lietkabelis - IRS

Kurz vor dem Ende des Spiels entscheidet der Schiedsrichter auf Foul von Gelb 17 an Red 66, der einen Dreier versucht. Nach dem Pfiff ertönt die Schlusssirene.  

Artikel 46.12 besagt: Der Haupt-Schiedsrichter ist autorisiert, das IRS zu nutzen, wenn die Spieluhr 2:00 Minuten oder weniger im vierten Viertel anzeigt, sowie in allen Verlängerungen, um zu ermitteln, ob Foul gespielt wurde und wieviel Zeit auf der Uhr war und noch sein sollte. 

Resultat: Korrekte Entscheidung der Schiedsrichter. Das Foul geschah vor der Schlusssirene. Nach Prüfung durch das IRS wird die Uhr auf 0.9 Sekunden gestellt und Rot 66 erhält drei Freiwürfe.